31. August 2021

So geht's: Entspannung und Meditation am Smartphone

Frau meditiert im Sonnenuntergang
Quelle
Tarcio Saraiva via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Entspannende Geräuschkulissen, vorgeführte Yoga-Übungen oder Anleitungen zum Meditieren: Der digitale Markt für die Gesundung von Körper und Geist ist nicht erst seit Corona mächtig gewachsen. Viele Anbieter versprechen die schnelle Erholung mit einem Klick in ihrer App oder der Browser-Anwendung. Die Vorteile sind offensichtlich: Alles, was man zunächst für das eigene Wohlfühl-Programm benötigt, ist ein Smartphone beziehungsweise Laptop und etwas Zeit. Damit kann man ortsunabhängig dem Alltagsstress entfliehen und sich auf den Weg zurück zur eigenen Mitte machen.

Dennoch sollten die Übungen in einer ruhigen Umgebung ohne störende Geräusche durchgeführt werden. Mittlerweile arbeiten einige Krankenkassen wie die Barmer und die Techniker Krankenkasse mit bestimmten Anbietern zusammen, indem ausgewählte Kurse oder gleich die komplette Nutzung erstattet werden. Ansonsten bieten viele Dienste die Möglichkeit kostenlose Probezeiten oder unentgeltliche Grundkurse wahrzunehmen. Monats-Abonnements schlagen mit drei bis 12 Euro zu Buche.

Nur zwei von zehn Apps haben überzeugt

In einem Test von Stiftung Warentest (kostenpflichtig) mit zehn verschiedenen Programmen haben allerdings nur die Apps der Firmen Headspace (aus den USA) und 7Mind (aus Berlin) mit „gut“ abgeschnitten. Sie überzeugten mit einer Fülle an Funktionen, wie zum Beispiel Fantasiereisen und Achtsamkeitsübungen. Diverse Mängel gab es dafür in der Datenschutzerklärung.  

Außerdem gibt die Verbraucherorganisation den Rat, auf die belegte Wirksamkeit der Kurse und Anleitungen zu achten. Eine seriöse App sollte die Effizienz mit Studien und Untersuchungsergebnissen belegen können. Generell gilt, „dass Methoden wie Meditation, Acht­samkeits­übungen oder Auto­genes Training sowohl als Präsenz­ver­anstaltung als auch per App-Anleitung eine entspannende Wirkung haben und unter anderem Schmerzen lindern, bei Schlafstörungen helfen, die Konzentration fördern und den Umgang mit Ängsten schulen können“ – wenn das Gesamtkonzept denn stimmt.

Von
D.Lehmann