Beiratssitzung des Digital-Kompass: Ländliche Räume stärken

S.Wolf

„Digitale Dienste etablieren sich als immer wichtigere Helfer, vor allem auch in ländlichen Räumen“, stellte Simone Bielefeld, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, in ihrer Begrüßung zur ersten Beiratssitzung des neuen Digital-Kompass fest.

Damit die vielen Internetlotsen, die Älteren ins und im Netz helfen, passende Unterstützung erhalten, wird das Projekt Digital-Kompass neu aufgesetzt.

Am 13. November 2018 traf sich der Beirat des Digital-Kompass, um sich über die Weiterentwicklung des Projekts auszutauschen. Die Menschen und Organisationen, die im Beirat vertreten sind, bringen dabei ganz unterschiedliche Perspektiven auf die Themen des Digital-Kompass ein. Sie vertreten die Interessen von Senior/innen und Verbraucher/innen, sie bringen Expertise in Digitalisierungsprozessen ein, sie können auf vielfältige Erfahrungen mit (digitalen) Bildungsangeboten zurückgreifen, sie werfen einen wissenschaftlichen Blick auf den Digital-Kompass und sie wissen genau, auf was hinsichtlich der Barrierefreiheit eines Webportals wie dem des Digital-Kompass zu achten ist.

Zum Einstieg der Beiratssitzung stellte das Team des Verbundprojekts der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) und Deutschland sicher im Netz e.V. die vier Projektfelder des Digital-Kompass vor: Sowohl die Material-Fundgrube als auch die Digitalen Stammtische bleiben weiterhin zentrale Angebote. Neu hinzu kommen bundesweit 75 Standorte des Digital-Kompass, die Anlaufstellen für Internetlots/innen und Senior/innen bei allen Fragen rund um die Themen Internet, IT-Sicherheit und digitalen Medien sein werden. Die Digital-Kompass Standorte werden in den kommenden drei Jahren in Kooperation mit bestehenden Organisationen aufgebaut und sollen dort entstehen, wo Sie am nötigsten gebraucht werden: in benachteiligten Quartieren von Städten, vor allem aber im ländlichen Raum. Dabei werden die Standorte bunt und vielfältig sein: Sie werden in Mehrgenerationenhäusern, in Einrichtungen von Wohlfahrtsverbänden, in Bibliotheken, in Volkshochschulen und bei Seniorencomputerclubs zu finden sein.

Die Beiratsmitglieder schärften durch ihre Nachfragen das Profil des zukünftigen Digital-Kompass, sie brachten hilfreiche Tipps für das neue Webportal sowie kreative Ideen für die Rolle der Standortvertreter/innen ein und boten konkrete Unterstützung, z.B. einen Barrierefreiheitscheck, an. Einig waren sich alle: Der Digital-Kompass kann in ländlichen Räumen nicht nur Verständnis für Digitalisierungsprozesse schaffen, die den Alltag von Senior/innen vereinfachen, sondern diese sogar anstoßen.

Im Beirat des Digital-Kompass sind folgende Organisationen vertreten:

  •     Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V.
  •     Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
  •     Deutsche Telekom AG
  •     Deutscher Bibliotheksverband e.V.
  •     Deutscher Blinden- u. Sehbehinderten-Verband e.V.
  •     Deutscher Landkreistag
  •     Deutscher Volkshochschul-Verband e.V.
  •     Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
  •     Die Verbraucher Initiative e. V. (Bundesverband)
  •     Evangelische AG Medien des Deutschen Evangelischen Frauenbund LV Bayern e.V.
  •     Google Deutschland
  •     Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit
  •     Landesseniorenvertretung NRW
  •     Schloener Online-Füchse/Senioren Internet Initiativen (sii), Baden-Württemberg (im Wechsel)
  •     Stiftung Digitale Chancen
  •     Universität Heidelberg Psychologisches Institut
  •     Universität Nürnberg/Erlangen, Institut für Lern-Innovation (ILI), Sonia Hetzner
  •     Universität Ulm, Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung
  •     Verbraucherzentrale NRW