Gesundheitsrecherche im Internet

S.Brandt

Die Gesundheitsrecherche im Internet ist heutzutage selbstverständlich. Viele Internetnutzer informieren sich online zu Themen wie Ernährung, Krankheitssymptomen, Fitness oder Behandlungsmethoden - doch wie sucht man eigentlich richtig?

Die bekannteste Suchmaschine in Deutschland heißt Google. Wenn Sie bei Google eine Suchanfrage stellen, werden innerhalb einer halben Sekunde Millionen Treffer erzielt. Folgende 10  Tipps zur Gesundheitsrecherche im Internet können bei der Suche helfen:

  1. Passendes Portal auswählen:
    Während allgemeine Gesundheitsportale teils über ein sehr breites Spektrum von Erkrankungen informieren, gibt es auch spezialisierte Webseiten für bestimmte Krankheiten. Als Faustregel gilt: Je spezialisierter ein Portal, desto detaillierter und fundierter sind oft die Informationen. 
  2. Urheber prüfen:
    Um die Qualität von Gesundheitsinformationen einschätzen zu können, sollte man wissen, wer der Urheber ist. Der Betreiber einer Seite sollte bestenfalls schon auf der Homepage oder unter „Kontakt“ klar identifizierbar sein, spätestens aber mit einem Blick ins Impressum.
  3. Qualitätssiegel:
    Einige Websites werden von unabhängigen Experten geprüft und können ein entsprechendes Qualitätssiegel vorweisen. Zu diesen Prüfzeichen zählen zum Beispiel das HON-Siegel, das Logo des bundesweiten „Aktionsforums Gesundheitsinformationssystem“ und das Zertifikat „Geprüfte Homepage“ der Stiftung Gesundheit.
  4. Mehrere Quellen heranziehen:
    Ein Vergleich unterschiedlicher Seiten kann helfen, einzuschätzen, ob die jeweiligen Informationen glaubwürdig sind oder nicht. Wenn beispielsweise in einem Laien-Forum eine Therapie empfohlen wird, lohnt es sich, diesen Vorschlag anschließend auf einer Experten-Website gegen zu checken.
  5. Ausgewogenheit der Informationen:
    Kaum eine Therapie ohne Risiken, kaum ein Medikament ohne Nebenwirkungen. Deshalb gilt: Wenn Arzneimittel oder Behandlungsmethoden auf einer Website durchweg positiv dargestellt werden, sollte man misstrauisch werden. Auch die möglichen Folgen einer ausbleibenden Behandlung sollten benannt werden.
  6. Belege für Informationen:
    Professionelle und seriöse Autoren untermauern ihre Aussagen mit Belegen und Quellenangaben. Wer beispielsweise die Wirksamkeit eines Präparats anpreist, sollte hierzu entsprechende Studien benennen bzw. verlinken.
  7. Aktualität der Informationen:
    Die Zahl der Medikamente und Therapieansätze steigt permanent. Sogar Experten fällt zuweilen schwer, stets auf dem neuesten Stand der Forschung zu bleiben. Wenn eine Information im Internet schon seit Jahren nicht aktualisiert wurde, ist es, je nach Thema, gut möglich, dass sie veraltet ist.
  8. Vorsicht vor Werbung:
    Inhalt und Werbung sollten auf seriösen Seiten klar voneinander getrennt sein. Wenn zum Beispiel Produktbilder passend zur jeweiligen Information auf der Website platziert sind, kann man die Unabhängigkeit des Artikels in Zweifel ziehen.
  9. Allgemeiner Eindruck:
    Wer regelmäßig im Internet unterwegs ist, dem genügt häufig schon ein Blick auf eine Webseite, um die Seriosität eines Angebots einzuschätzen. Macht die Website insgesamt einen aufgeräumten Eindruck? Oder ist sie unübersichtlich und wimmelt nur so vor Rechtschreibfehlern? Werden gar Angst und Panik geschürt? In solchen Fällen: Finger weg.
  10. Kein Arzt-Ersatz:
    Die Informationen aus dem Internet können einen ausgebildeten Mediziner nicht ersetzen. Wenn Beschwerden stärker werden oder länger anhalten, sollte man deshalb unbedingt zum Arzt gehen. Die Informationen aus den Portalen können aber dabei helfen, einen guten Arzt zu finden und sich auf den Arztbesuch vorzubereiten.

Quelle: www.bitkom.org

Und auch die neue Anleitung der BAGSO: "Gesundheitsinformationen im Netz – kompetent nutzen" enthält viele nützliche Links, die zu erfolgreicher Suche beitragen können. Nutzen Sie diese Präsentationsvorlage doch für einen Kurs zum Thema.