Fahrschullehrer fürs Internet beim neuen Standort Haßfurt

S.Wolf
Schild Ankündigung Eröffnungsveranstaltung

Liebfurt, das wäre der viel treffendere Name für die Kleinstadt in Unterfranken, die jetzt auch beim Digital-Kompass mitmischt! Bei der Eröffnung des Standortes im Mehrgenerationenhaus Haßfurt  (MGH) wurde jeder einzelne Gast so herzlich begrüßt, dass man verstehen kann, dass so viele Menschen täglich das MGH besuchen und die vielfältigen Angebote gerne nutzen.

Für Ältere gibt es zum Beispiel E-Bike-Touren durch die Umgebung oder eine Rentenschmiede, eine Austauschrunde über den Alltag, die Chancen und die Möglichkeiten im Alter. Als Digital-Kompass Standort wurde das Mehrgenerationenhaus vor allem wegen seines Computer-Mittwochs ausgezeichnet. Einmal in der Woche können Ältere Termine ausmachen, bei denen Ihnen Freiwillige beim Umgang mit Smartphone, Computer, Internet und Co. helfen. Durch die Terminvergabe können die Ehrenamtlichen ganz individuell auf die Ratsuchenden eingehen. Tolle Sache: Durch Spenden konnte ein 3D-Drucker finanziert werden, der bei verschiedenen Projekten Jung und Alt zusammenbringt.

Trotz 38 Grad war auch am Eröffnungstag der Digital-Kompass Angebote das Café Bistro gut besucht. Landrat Wilhelm Schneider und Stephan Schneider, dritter Bürgermeister, lobten die seit über zehn Jahren hervorragende Arbeit des Mehrgenerationenhauses und unterstrichen die Bedeutung der Teilhabe älterer Menschen an der digitalen Welt. Haßfurt ist hier, so unterstreichen beide, schon gut aufgestellt und zeichnet sich durch eine gute Gemeinschaft von Freiwilligen, Hauptamtlichen, Expert/innen, Schulen und Auszubildenden aus, die Hand in Hand zusammenarbeiten und sich für lebenslanges und intergeneratives Lernen einsetzen. Das zeigte sich dann auch sogleich im Programm der Eröffnung: Ein Azubi der örtlichen Sparkasse erklärte alles rund ums Online-Banking. Danach konnten die Gäste außerdem erleben, wie ein Digitaler Stammtisch funktioniert und etwas über sicheres Einkaufen im Netz lernen. Zum Abschluss fand der reguläre Computer-Mittwoch statt. Ein Freiwilliger beschrieb seine Aufgaben dabei so:

„Wir Internetlotsen sind wie Fahrschullehrer. Wir sitzen rechts (bei Linkshändern links) neben den Lernwilligen, zeigen und erklären alles, beantworten Fragen und im Notfall greifen wir auch mal bei der Maus ein. Alles andere müssen die Schüler aber selbst machen, denn nur durch das eigene Ausprobieren und Üben lernt man!“