Demenz 2030 – wie wollen wir leben?

G.Steinke

Ein spannendes Thema und der Titel einer Fachtagung des Demenz-Servicezentrums der Region Dormund, die am 25. Oktober rund 100 Fachleute aus Pflege- und Wissenschaft ins Dietrich-Kuening-Haus nach Dortmund führte.

Im Mittelpunkt standen neue Ansätze, auch technischer Art, um die Pflege dementiell veränderter Menschen auch in Zukunft gewährleisten zu können. Eins war allen klar: Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer oder einer ähnlichen Erkrankung des Nervensystems zu leiden. Da wir alle älter werden, steigt somit auch die Zahl der Erkrankten, bei chronischem Mangel an Pflegekräften.

Besondere Beachtung fand daher das aus den Niederlanden stammende Buurtzorg-Modell, frei übersetzbar mit „Nachbarschafts-Betreuung“.

Dabei organisiert ein Team aus maximal zehn Kräften sich und die ambulante Pflege in einem Quartier selber, zusammen mit den Patienten, Angehörigen und Nachbarn. Alle Entscheidungen werden im Team einstimmig getroffen, die zu Pflegenden und deren Familien frühestmöglich mit eingebunden und zur Selbsthilfe ermutigt. So können bis zu 60 Personen betreut werden, von motivierten und wertgeschätzten Mitarbeitern. Wie sagte es der Referent so treffend: „Oder glaubt irgendjemand, dass er einen Chef braucht?“

Workshops vertieften die Vorträge und brachten weitere Beispiele. Unter dem Oberthema „Zukunft Quartier – Welche Chancen bietet die Digitalisierung für eine Teilhabe im Quartier“ wurden auch die Digitalen Stammtische (zum Beispiel zum Thema Gesundheitsinformationen aus dem Netz) vorgestellt. Sie stießen auf großes Interesse, vor allem auf die Möglichkeit, auch von zu Hause aus an den Fragerunden teilzunehmen. „Warum erfahren wir erst jetzt von den Fragerunden?“, stellte eine Teilnehmerin fest.

Ein- und ausgeleitet wurde die Veranstaltung von „Pepper“, einem kleinen Roboter, der in der Pflege eingesetzt werden kann.

Bei der Pflege helfen kann er noch nicht, dafür aber Witze erzählen, mehr oder weniger.

Wer weiß, vielleicht begegnet uns Pepper ja bei dem ein oder anderen Stammtisch…